Online-Banking wird in Deutschland immer beliebter. 2008 nutzten ca. 40% der Deutschen diese bequeme Art, ihre Bankgeschäfte zu erledigen.
Allerdings stiegen auch die Fälle von Phishing (das Ausspähen von Bankzugangsdaten) drastisch an. Nachdem die Betrugsanzeigen im Jahr 2008 deutlich zurückgingen, wurden in der ersten Jahreshälfte 2009 wieder erheblich mehr Phishing-Fälle verzeichnet (bayernweit 2008: 287 Fälle; im ersten Halbjahr 2009: 229 Fälle).
Nachdem die Banken vor einigen Jahren zur Sicherheit ihrer Kunden vom TAN-Verfahren auf das sicherere iTAN-Verfahren (bei jeder Transaktion wird der Kunde aufgefordert, eine durch eine bestimmte Positionsnummer gekennzeichnete TAN anzugeben) umgerüstet haben, ist dieses inzwischen auch nicht mehr als absolut sicher anzusehen. Immer öfter werden erfolgreiche Angriffe auf diese Art der Authentifizierung beobachtet.
Die derzeit sicherste Methode für Privatpersonen, Überweisungen sicher über das Internet an die Bank zu übermitteln, ist das mTAN-Verfahren, bei dem die Transaktionsnummern per SMS an das Handy des Bankkunden übermittelt werden. Durch diesen “Medienbruch” von Internet zu Mobilfunk ist es derzeit nicht möglich, die TANs auszuspähen.
Allerdings nutzen bisher nur wenige Banken das neue Authentifizierungssystem, darunter die Schwäbische Bank AG, welche u.a. die SupremaCard, GutKarte und MaxKarte herausgibt.
Quelle: www.polizei.bayern.de