Archive for June, 2009

Anstieg von Bankbetrug im Internet

Friday, June 19th, 2009

Online-Banking wird in Deutschland immer beliebter. 2008 nutzten ca. 40% der Deutschen diese bequeme Art, ihre Bankgeschäfte zu erledigen.

Allerdings stiegen auch die Fälle von Phishing (das Ausspähen von Bankzugangsdaten) drastisch an. Nachdem die Betrugsanzeigen im Jahr 2008 deutlich zurückgingen, wurden in der ersten Jahreshälfte 2009 wieder erheblich mehr Phishing-Fälle verzeichnet (bayernweit 2008: 287 Fälle; im ersten Halbjahr 2009: 229 Fälle).

Nachdem die Banken vor einigen Jahren zur Sicherheit ihrer Kunden vom TAN-Verfahren auf das sicherere iTAN-Verfahren (bei jeder Transaktion wird der Kunde aufgefordert, eine durch eine bestimmte Positionsnummer gekennzeichnete TAN anzugeben) umgerüstet haben, ist dieses inzwischen auch nicht mehr als absolut sicher anzusehen. Immer öfter werden erfolgreiche Angriffe auf diese Art der Authentifizierung beobachtet.

Die derzeit sicherste Methode für Privatpersonen, Überweisungen sicher über das Internet an die Bank zu übermitteln, ist das mTAN-Verfahren, bei dem die Transaktionsnummern per SMS an das Handy des Bankkunden übermittelt werden. Durch diesen “Medienbruch” von Internet zu Mobilfunk ist es derzeit nicht möglich, die TANs auszuspähen.
Allerdings nutzen bisher nur wenige Banken das neue Authentifizierungssystem, darunter die Schwäbische Bank AG, welche u.a. die SupremaCard, GutKarte und MaxKarte herausgibt.

Quelle: www.polizei.bayern.de

Online-Schlichtung bei Internet-Einkauf

Friday, June 19th, 2009

In Baden-Württemberg startet diese Woche Mittwoch ein Pilotprojekt zur Online-Schlichtung von Streitfällen bei Internet-Einkäufen.

Bei dem kostenlosen Service der europäischen Verbraucherberatungsstelle Euro-Info (www.online-schlichter.de) erhalten Kunden ab sofort Hinweise und Tipps zu ihren Rechten beim Einkauf im Internet. Zusätzlich bietet Euro-Info den Kunden die Möglichkeit, einen Beschwerdefall online zu melden. Zwei Juristen nehmen sich dann dem jeweiligen Fall an und versuchen eine Einigung zwischen Händler und Kunde zu erzielen.

Die Online-Schlichtung kann derzeit nur in Anspruch genommen werden, wenn entweder der Kunde seinen Wohnsitz in Baden-Württemberg hat oder sich der Händler in Baden-Württemberg befindet.

Das Projekt wird vom Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg finanziert und ist zunächst auf ein Jahr begrenzt. Sollte das Angebot von den Online-Shoppern angenommen werden, wird sich Euro-Info beim zuständigen Bundesministerium um eine Ausweitung des Angebots bemühen.