Archive for February, 2009

Prepaid statt Pump & Pleite

Monday, February 16th, 2009

Es ist DER neue Trend in Deutschland: Kreditkarten mit Ratenzahlung, sogenannte Revolving-Karten. War diese Art von Kreditkarten zunächst vor allem in den USA und Großbritannien bekannt, schwappt die Welle nun auch langsam nach Deutschland – zum Unmut der Verbraucherschützer.

Bisher nutzten viele Deutsche Ihre Kreditkarte lediglich als bequemes und vielerorts einsetzbares Zahlungsmittel. Man bekam kein tatsächliches Darlehen, denn der Betrag, der mit der Kreditkarte ausgegeben wurde, wurde innerhalb eines Monats vom Girokonto abgebucht und somit das Kreditkartenkonto ausgeglichen.

Anders jedoch bei den Revolving-Karten: hier muss monatlich nur ein gewisser Teil zurück gezahlt werden, ähnlich wie bei einem normalen Kredit.

Zwar ist dies für viele Karteninhaber sehr verlockend, doch schnell hat man den Überblick verloren und schon ist man in die Schuldenfalle getappt. Viele Banken locken zunächst mit geringen oder kostenlosen Krediten, schlagen dann aber gnadenlos zu. Die oft überdurchschnittlich hohen Zinsen können dann bis zu 20% betragen. Vor allem für diejenigen, die nicht ganz regelmäßig ihre Umsätze kontrollieren und akribisch Buch führen, kann diese bequeme Zahlungsart schnell zu einem bösen Erwachen führen.

Fast alle großen deutschen Kreditinstitute bieten Ihren Kunden inzwischen diese neue Versuchung auf Pump an. Zukünftig könnten es aber noch erheblich mehr Anbieter werden: Die Bundesregierung setzt gerade eine EU-Richtlinie um, die es nicht nur Banken, sondern auch andere Zahlungsdienstleister erlauben soll, solche Karten anbieten zu dürfen. Diese Anbieter sollen dann nicht der Bankenaufsicht unterstehen und auch keine Banklizenz benötigen. Verbraucherschützer befürchten, die deutschen Kunden würden künftig mit einer Flut von Revolving-Karten überschüttet.

Sichere und clevere Alternative

Eine sichere und zugleich clevere Alternative stellen hier Prepaid Kreditkarten dar. Diese funktionieren ähnlich dem Prinzip von Prepaid-Handykarten. Nachdem man die Karte per Überweisung mit einem beliebigen Betrag aufgeladen hat, kann man diese weltweit bei allen Kreditkarten-Akzeptanzstellen zur Zahlung nutzen!
Der große Vorteil: man kann sich nicht verschulden. Es kann maximal der Betrag ausgegeben werden, den man zuvor aufgeladen hat. Ein weiterer Vorteil gegenüber der klassischen Karte: im Falle eines Kartendiebstahl beschränkt sich das Verlustrisiko lediglich auf den aufgeladenen Betrag. Den immer dreister vorgehenden Taschen- und Datendieben kann man so aktiv Paroli bieten.

Vorsicht am Geldautomaten

Thursday, February 5th, 2009

Laut dem Bundeskriminalamt hat die Zahl von Manipulationen an Geldautomaten im letzen Jahr drastisch zugenommen. Einige Automaten wurden sogar mehrfach attackiert.

Seit dem Jahr 2001 steigen die Angriffe stetig an, im Vergleich zum Vorjahr sogar um 77%. Nach Schätzungen des BKA entstand so ein Schaden von mehr als 40 Millionen Euro.

Besonders gefährdet sind Bankautomaten, die direkt an öffentlichen Straßen installiert sind und nicht im Vorraum eines Bankgebäudes stehen. Inzwischen werden aber auch vermehrt Automaten in den Vorräumen der Banken sowie die Türöffner am Bankeingang manipuliert.
Die Polizei warnt auch besonders vor Geldautomaten, die nicht videoüberwacht sind.

Seit Geldautomaten vermehrt mit Antiskimming-Vorrichtungen ausgerüstet wurden, tauschen die Täter nun immer öfter die Türöffner zum Bankeingang aus. Der manipulierte Türöffner liest die Kartendaten aus, eine Minikamera zeichnet die PIN-Eingabe auf.

Wie kann ich mich vor Manipulationen schützen?

  • Benutzen Sie nach Möglichkeit immer denselben Automaten, Veränderungen fallen dann leichter auf.
  • Achten Sie bei der Benutzung des Geldautomaten auf Ungewöhnliches. Veränderungen an der Tastatur, am Karteneinzug oder an der Eingangstür sind immer verdächtig.
  • Karten können auch an Türöffnern ausgelesen werden. Achten Sie auch hier auf Verdächtiges. Geben Sie hier NIEMALS Ihre PIN ein.
  • Achten Sie darauf, dass Ihnen niemand bei der PIN-Eingabe zusieht.
  • Lassen sie Ihre EC-Karte nicht aus dem Auge, auch nicht, wenn Sie jemand auf einen Geldschein am Boden aufmerksam macht oder Sie anspricht.

Haben Sie Veränderungen z.B. am Karteneinführungsschlitz oder an der Tastatur entdeckt, ziehen Sie kein Geld. Verständigen Sie umgehend die Bank und die Polizei.