Archive for March, 2008

Shoppen wie die Großen – Kreditkarten für Kinder

Thursday, March 27th, 2008

Ein Bericht von ntv.de vom 30.Januar 2008 zum Thema Prepaid Kreditkarten:

 

Michele Stritzel (14) hat ihre Kreditkarte von ihren Eltern zu Weihnachten bekommen. “Da war auch schon Geld drauf, damit bin ich dann auch gleich shoppen gegangen”, erzählt sie. Auch ihre Freundin Clara Böke (13) ist im Besitz dieses Zahlungsmittels. “Wenn man mit einer Kreditkarte zahlt, fühlt man sich schon ein bisschen erwachsener”, findet sie.
 
Im Prinzip funktioniert die Karte für Kids von 12 bis 18 Jahren wie die der Erwachsenen, allerdings mit einer wesentlichen Einschränkung: Damit Clara und Michele nicht mehr Geld ausgeben, als sie überhaupt haben, gibt es eine Sperre.

Verfügungsrahmen ist begrenzt

“Verschulden kann man sich dadurch nicht”, beruhigt Hermann-Josef Tenhagen von Finanztest. “Mit der Karte kann nur das abgerufen werden kann, was auf dem Konto drauf ist.” Der Verfügungsrahmen beträgt 500 Euro.
 
Allerdings können Minderjährige mit ihrer Karte über das Internet problemlos an Alkohol oder Zigaretten gelangen. Altersangaben werden zwar abgefragt, aber nicht überprüft.

Erziehungseffekt für Kinder

Damit die Kinder früh den verantwortungsvollen Umgang mit dem bargeldlosen Zahlungsmittel lernen, sind auch ihre Eltern gefragt. Tenhagen rät: “Die Eltern sollten nicht mehr Geld auf die Karte laden, als sie für vernünftig halten.” Mit dieser Entscheidung sollten sie ihren Kindern gegenüber konsequent bleiben. “Der Erziehungseffekt für die Kinder ist, dass sie merken: Irgendwann ist das Geld, wenn ich es ausgebe, einfach alle.”
 
Praktisch an den gebührenfreien Kinderkarten ist, dass bei Verlust oder Diebstahl – selbst im Ausland – nicht das ganze Ersparte weg ist. So können Clara und Michele auch ganz beruhigt in Frankreich einkaufen, wenn sie demnächst auf Klassenfahrt gehen.

Hochprägung bei Prepaid Kreditkarten

Wednesday, March 19th, 2008

Hochprägung bei Prepaid Kreditkarten

Immer wieder kommt die Frage auf, warum Prepaid Kreditkarten nicht auch hochgeprägt sind, so wie “normale” Kreditkarten.

Hochprägung (=”Embossing”) war lange Zeit die einzige Methode, um maschinenlesbare Zeichen auf eine Plastikkarte aufzubringen.
Dabei werden die einzelnen Zeichen auf der Rückseite der Plastikkarte “eingehämmert”, so dass diese auf der anderen Seite als erhöhte Zeichen sichtbar sind.
In Zeiten der digitalen Datenverarbeitung wurde die Hochprägung durch modernere und effektivere Methoden – wie Magnetstreifen oder Barcodes – ersetzt.

In der Anfangszeit der Kreditkarte konnten diese nur an den sogenannten Ritsch-Ratsch-Geräten (= Imprintern) gelesen werden. Imprinter belasten die Karte jedoch nicht sofort, sondern erst, wenn die Transaktionsbelege vom Verkäufer bei der Kartengesellschaft eingereicht werden. Somit könnte die Prepaid MasterCard überzogen werden und der Kunde verschuldet sich.

Um dies zu vermeiden, werden Prepaid Kreditkarten (zumindest im deutschsprachigen Raum) nicht hochgeprägt.

In einigen anderen westeuropäischen Ländern gibt es allerdings durchaus auch Prepaid-Kreditkarten mit Hochprägung. Das bei diesen hochgeprägten Karten technisch mögliche Überziehen des Kartenkontos hat neben dem sofortigen Verlust der Karte meist auch relativ hohe Vertragsstrafen zur Folge.

Da nur noch sehr wenige Händler die veralteten Imprinter benutzen und meist bereits auf die modernen elektronischen Kartenlesegeräte umgestiegen wurde, entstehen somit kaum Akzeptanz-Probleme mit Prepaid Kreditkarten.

ICQ ClubCard

Friday, March 14th, 2008

Seit wenigen Wochen gibt es eine weitere Prepaid MasterCard auf dem deutschen Markt – die ICQ ClubCard. Die Schwäbische Bank AG, kartenherausgebende Bank, erweitert mit der ICQ ClubCard ihr Produktportfolio für Kinder und Jugendliche, auf welche die Karte zugeschnitten ist. Größter Unterschied zu allen anderen Karten auf dem Markt ist die Laufzeit der Karte. Bei den meisten anderen Karten zahlt man die Kartengebühr immer für ein Jahr im Voraus, wohingegen sich die ICQ ClubCard-Kunden jedes halbe Jahr neu entscheiden können, ob sie die Karte weiter nutzen möchten. Besonders attraktiv ist die Möglichkeit, seine Karte “stillzulegen”, wenn man sie nicht benötigt. Möchte man die Karte beispielsweise nach dem ersten Jahr nicht weiter nutzen kann man sie beliebig lange pausieren. Erst wenn man sie weiter nutzen möchte, zahlt man einfach wieder die nächste Halbjahresgebühr ein und schon sind wieder Zahlungen damit möglich. Nettes Gimmick: Neben dem eigenen Namen wird in der zweiten Prägezeile die ICQ-Nummer des Karteninhabers auf die Karte gedruckt. Wichtige Daten zur Karte:

  • Keine Altersbeschränkung – einzige Voraussetzung für den Erhalt der Karte ist ein deutsches Girokonto
  • Die Registrierung erfolgt über das XTRA (“Sternschnuppe”) im ICQ-Client
  • Jugendschutzcodierung, d.h. Angebote und Inhalte für Erwachsene (z.B. Online-Casinos oder Erotik-Angebote) können mit der Karte nicht bezahlt werden
  • Elternintegration, d.h. die Eltern können ihre eMail-Adresse bei der Registrierung mit angeben und werden über jede Transaktion ihres Kindes auf dem Laufenden gehalten
  • Keine PIN
  • Inkl. Plastikkarte
  • Keine Vertragsbindung
  • Kein Guthabenverfall
  • 6 Monate ICQ-ClubCard für 18 Euro

Weitere Informationen erhält man unter www.ICQ-ClubCard.de.